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FLEX-Partnertreffen fokussiert auf enge Zusammenarbeit

Während des Partnertreffens des Interreg-Projekts FLEX an der HAN in Arnheim am 10. September d. J. wurde auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurückgeblickt. Die Zusammenkunft unterstrich die enge Zusammenarbeit, die gleichberechtigte Teilhabe und die effiziente Teamleistung aller sechs Partnerorganisationen.

Wichtige Erfolge und Fortschritte:

  • Fahrzeugentwicklung: Der automatisierte Bus wurde für die Umrüstung auf Drive-by-Wire und Teleoperation an V-tron geliefert. Für das Pilotprojekt in Vechta ist das Drive-by-Wire-System (Lenken, Bremsen, Beschleunigen) bereits vollständig abgeschlossen. Die Zusammenarbeit mit dem Busunternehmen Schomaker Reisen verläuft sehr reibungslos.
  • Innovation & Digital Twin: Die HAN hat in weniger als einem Monat ein beeindruckendes VR-Digital-Twin-Modell realisiert. Dieses umfasst detaillierte Simulationsumgebungen und funktionsfähige Pilotprojekte für Groningen, Vechta und Helmond.
  • Fahrgastakzeptanz & Forschung: Die Untersuchung zur Fahrgastakzeptanz schreitet mit erfolgreichen Fokusgruppen und fertiggestellten Richtlinien hervorragend voran. Dabei zeigte sich unter anderem, dass die Fahrgäste Vertrauen in die menschliche Fernüberwachung (Remote Supervisors) haben.
  • Wissenstransfer: Das Projekt generierte bereits positive Sichtbarkeit durch Präsentationen in Koblenz und die Veröffentlichung eines Mobilitätsartikels.
  • Ökosystem: FLEX stärkt aktiv seine strategische Position, indem es den Anschluss und die Zusammenarbeit mit zahlreichen relevanten Initiativen auf niederländischer, deutscher und europäischer Ebene sucht.

Trotz praktischer Herausforderungen wie administrativer Unklarheiten und Engpässen in der Hardware-Lieferkette liegt das Projekt gut auf Kurs, und es werden konkrete Schritte in Richtung des Rollouts des automatisierten öffentlichen Personennahverkehrs unternommen.

Wie bleibt der öffentliche Personennahverkehr bei steigenden Kosten und Personalmangel zukunftsfähig?

Anlässlich des Vortrags von Daniel Wubbold vom Landkreis Vechta während des Deutschen Nahverkehrstages Ende Juni 2026 wurde unser Projektpartner von der Fachzeitschrift NahverkehrsPraxis eingeladen, einen Artikel beizusteuern. Larisa Syla-Rrapi, eine Kollegin von Daniel, erstellte daher die beigefügte Übersicht über unser Interreg-Projekt, die eine gelungene Zusammenfassung des bisherigen Prozesses bietet.

Das deutsch-niederländische Projekt FLEX untersucht, wie Teleoperation und Depotautomatisierung (wie autonomes Rangieren und Laden) Routineaufgaben von Busfahrern übernehmen können. Mithilfe eines „Digital Twin“ und Pilotprojekten in der Region Vechta wird an einem effizienteren und intelligenteren Regionalverkehr gearbeitet.
Sind Sie neugierig auf die ersten Ergebnisse und Erkenntnisse? Lesen Sie den vollständigen Artikel im Anhang!

Partizipation von ÖPNV-Nutzern in Fokusgruppen zur Verbesserung von Interviews

Binnen des Projekts FLEX – flexibler, zugänglicher und bezahlbarer ÖPNV mithilfe von Teleoperation und CCAM – wird auch eine eingehende Untersuchung der Meinungen und Erwartungen künftiger Nutzer durchgeführt.

Die Private Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) in Vechta übernimmt die Leitung in diesem Arbeitspaket.

Sowohl in Vechta (21. Juli ’26) als auch in Helmond (22. Juli ’26) und Groningen (25. August ’26) sind Fokusgruppen geplant, um ein klares Bild des aktuellen Wissensstands der ÖPNV-Nutzer in Bezug auf automatisierten Verkehr zu erhalten.

Kleine Nutzergruppen – etwa 5 Teilnehmer – werden in einem sehr offenen Gespräch nach ihrer Vision, ihren Erfahrungen und Erwartungen gefragt.

In Vechta (D) führen die Forscher der PHWT die Gespräche, während in Helmond und Groningen aufgrund der Sprachbarriere ein Mitarbeiter des Partners V-tron als Gesprächsleiter fungiert.
Anhand der Ergebnisse dieser Fokusgruppen wird die PHWT Interviews und Umfragen erstellen, mit denen eine wesentlich größere Gruppe (potenzieller) ÖPNV-Nutzer befragt wird.
Das Wissen aus den Fokusgruppen sorgt für eine angemessene Wortwahl und Fragen, die auf dem vorhandenen Wissen und der Erfahrung aufbauen.

FLEX-Projekt beschleunigt mit internationaler Zusammenarbeit und konkreten Meilensteinen

Das europäische FLEX-Projekt macht wichtige Schritte in Richtung der Implementierung von automatisiertem Verkehr. Während der Telefonkonferenz am 17. Juni 2026 besprachen Partner aus verschiedenen Regionen den Fortschritt, die Zusammenarbeit und kommende Aktivitäten.

Eine wichtige Entwicklung ist die Erkundung sogenannter grenzüberschreitender Testbeds, einer gemeinsamen Testinitiative zwischen Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Nordrhein-Westfalen und Flandern. Zudem wurde über ein mögliches Großprojekt aus Brüssel mit einem Budget von 100 Millionen € berichtet.

Laut Projektkoordinator Wim Vossebelt von V-tron unterstützt dies die Ambition des Konsortiums: „Wir sehen, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit unerlässlich ist, um autonome Mobilität in großem Maßstab zu testen und zu implementieren.“

Innerhalb der verschiedenen Partnerregionen (Groningen, Helmond, Vechta) wird intensiv an der Umsetzung gearbeitet. In Groningen nähert sich die Ausschreibung für einen technischen Lieferanten ihrem Abschluss, mit der Veröffentlichung vor dem Sommer und der Implementierung ab November. Das Groninger Team erläutert: „Mit dieser Planung machen wir einen wichtigen Schritt von der Vorbereitung zur tatsächlichen Realisierung.“

Auch Helmond arbeitet an einer Ausschreibung und startet in Kürze mit einer Fahrgastbefragung. „Wir wollen nicht nur die Technologie entwickeln, sondern vor allem verstehen, was die Nutzer benötigen und erwarten,“ so ein Projektleiter aus Helmond.

In Vechta liegt der Fokus neben der technischen Implementierung bei Schomaker Reisen auf Organisation und Sichtbarkeit. Von Vechta aus wird die Initiative für ein hochkarätiges Seminar ergriffen. Das Konsortium hat Vechta gebeten, die Leitung bei der Ausschreibung für das Projektmanagement zu übernehmen.

Forschungsaktivitäten der PHWT zeigen, dass Vertrauen und Sicherheit entscheidend für die Akzeptanz autonomer Mobilität sind, neben klassischen Faktoren wie Kosten und Zuverlässigkeit. Einer der Forscher formuliert es so: „Autonomie allein reicht nicht aus. Fahrgäste erwarten die gleiche Qualität und Sicherheit wie beim traditionellen Verkehr.“

Innovation wird auch durch die HAN vorangetrieben, wo ein detaillierter digitaler 3D-Zwilling mit Drohnen und Open-Source-Software entwickelt wurde. Diese digitale Umgebung ermöglicht Analyse, Simulation und sogar Fernsteuerung von Fahrzeugen. HAN: „Der digitale Zwilling ermöglicht es uns, Szenarien sicher und effizient zu testen, bevor sie in der Praxis eingeführt werden.“

Die kommenden Monate stehen im Zeichen weiterer Zusammenarbeit und Umsetzung. Mit einem Partnertreffen im September und der nächsten Telefonkonferenz am 16. Juli bleibt das Projekt fest auf Kurs, um einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der nachhaltigen, automatisierten Mobilität in Europa zu leisten.

Fahrgastakzeptanz entscheidend für die Zukunft des automatisierten öffentlichen Nahverkehrs

Der Einsatz von automatisiertem öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) bietet Chancen für ein flexibleres, zugänglicheres und erschwinglicheres Mobilitätssystem. Doch sein Erfolg hängt maßgeblich von einem Faktor ab: der Akzeptanz durch die Fahrgäste. Dies geht aus dem jüngsten Forschungsbericht hervor, der im Rahmen des internationalen FLEX-Projekts erstellt wurde.

Der Bericht, durchgeführt von der PHWT (Private Hochschule für Wirtschaft und Technik) und verfasst von den Forschern Lennart Schilling und Daniel Westmattelmann, zeigt den aktuellen Wissensstand zur Fahrgastakzeptanz von automatisiertem Verkehr auf.

Die Untersuchung ist Teil des Interreg VI A-Projekts FLEX (Förderung eines flexiblen, zugänglichen und bezahlbaren öffentlichen Nahverkehrs für Bürger in Grenzregionen), das von 2025 bis 2028 läuft.

Drei Regionen als Reallabor

Im Mittelpunkt von FLEX stehen drei Showcase-Standorte: Vechta (Deutschland), Helmond und die Provinz Groningen (Niederlande). Diese Gebiete unterscheiden sich stark in ihrem Mobilitätskontext – von ländlich bis städtisch und vom regulären ÖPNV bis hin zum Behindertenfahrdienst (WMO) – und bilden zusammen ein wertvolles Reallabor für die Anwendung automatisierter Mobilität.

Der Bericht bündelt Erkenntnisse aus 55 Praxisprojekten und mehr als 130 wissenschaftlichen Studien. Dabei zeichnen sich einige deutliche Tendenzen ab:

  • Vertrauen und Sicherheit spielen eine Schlüsselrolle. Fahrgäste möchten verstehen, wie die Systeme funktionieren, und müssen sich im Fahrzeug sowie in der Umgebung sicher fühlen.
  • Die Servicequalität bleibt entscheidend. Faktoren wie Reisezeit, Preis, Zuverlässigkeit und Wartezeit sind mindestens ebenso wichtig wie der Grad der Automatisierung.
  • Der erste Eindruck ist nicht alles. Pilotprojekte zeigen oft positive Reaktionen, es ist jedoch noch unklar, ob diese auch bei täglicher Nutzung bestehen bleiben.
  • Spezifische Zielgruppen erfordern Aufmerksamkeit. Vor allem ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität (wie beim WMO-Verkehr in Helmond) sind in der bestehenden Forschung noch unterrepräsentiert.

Viele Fahrgäste bewerten ihre erste Fahrt in einem automatisierten Shuttle als sicher und interessant. Gleichzeitig weisen Nutzer auf Verbesserungspotenziale hin, wie etwa die geringe Geschwindigkeit, die begrenzte Verfügbarkeit und die Benutzerfreundlichkeit von Buchungssystemen. Zudem zeigt sich, dass die Nutzung oft aus Neugier erfolgt und noch nicht aus einem strukturellen Beförderungsbedarf heraus.

Darüber hinaus signalisieren Projektpartner praktische Hindernisse wie komplexe Regulierungen, technische Einschränkungen und die Notwendigkeit von Personal an Bord zur Überwachung. Vollständig fahrerlose Systeme sind vorerst noch die Ausnahme.

Basis für Folgeforschung

Der Bericht stellt einen wichtigen ersten Schritt innerhalb des FLEX-Projekts dar. Die Erkenntnisse werden genutzt, um Folgestudien in den drei Regionen aufzusetzen, wobei lokale Unterschiede explizit berücksichtigt werden. Dazu gehören Umfragen, Praxismessungen und vergleichende Analysen zwischen Vechta, Helmond und Groningen.

Damit schlägt die Forschung eine Brücke zwischen bestehendem Wissen und konkreter Anwendung. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, wie sich der automatisierte Verkehr von einem vielversprechenden Pilotprojekt zu einem vollwertigen Bestandteil des täglichen öffentlichen Nahverkehrs entwickelt.

Verteilung der Startjahre des endgültigen Projektkorpus
Verteilung der Veröffentlichungen des endgültigen Studienkorpus

FLEX-Projekt macht solide Fortschritte mit Vechta als Vorreiter.

Während des dritten Online-Partnertreffens am 21. Mai 2026 haben die Partner innerhalb des FLEX-Projekts die Fortschritte besprochen. Das allgemeine Fazit ist positiv: Das Projekt entwickelt sich planmäßig, wobei das Showcase in Vechta deutlich voranschreitet und als wichtige Referenz für den weiteren Rollout dient.

Die Entwicklung in Vechta liegt gut auf Kurs und zeigt, wie die verschiedenen Projektkomponenten zusammenkommen. Die Partner arbeiten auf ein High-Level-Seminar hin, bei dem Wissensaustausch und Praxiserfahrung im Mittelpunkt stehen, unter anderem durch eine Podiumsdiskussion über die Beschaffung autonomer Fahrzeuge.

Auch auf technischer Ebene werden wichtige Schritte unternommen. Die Vorbereitungen für das Pilotprojekt sind weitgehend abgeschlossen, einschließlich Analysen von Fahrzeugen und Infrastruktur. Die Nachrüstung eines Busses ist für später in diesem Jahr geplant, womit ein wichtiger Meilenstein erreicht wird.

Der Fokus mehrerer Partner liegt derzeit auf diesem Showcase, was zur Sichtbarkeit und Wirkung des Projekts beiträgt.

In Groningen werden deutliche Schritte in Richtung Realisierung des Pilotprojekts unternommen. Die Ausschreibungsunterlagen befinden sich in der Fertigstellung und die Veröffentlichung wird nach dem Sommer erwartet. Darauf folgen die Auswahl eines technischen Lieferanten und eine Implementierungsphase, nach der die Testaktivitäten beginnen.

Helmond setzt auf einen phasenweisen und strategischen Ansatz. Durch die Abstimmung mit nationalen Initiativen und möglicher Zusatzfinanzierung wird an einer robusten Basis für das Pilotprojekt gearbeitet. Die Vorbereitungen für die Ausschreibung laufen bis Ende 2026, mit Folgeschritten Anfang 2027.

Obwohl beide Prozesse eine längere Vorlaufzeit haben, bieten sie wertvolle Chancen zur Vertiefung und zum Anschluss an breitere Entwicklungen.

Neben den Pilotprojekten verläuft auch der Forschungsteil des Projekts nach Plan. Die Partner arbeiten an Studien zu autonomen Fahrzeugen im öffentlichen Verkehr, zur Akzeptanz durch die Fahrgäste und zum Wahlverhalten. Die ersten Ergebnisse werden derzeit ausgearbeitet und bilden eine wichtige Grundlage für die weiteren Pilotprojekte.

Die Zusammenarbeit innerhalb des Konsortiums bleibt stark, mit aktiver Beteiligung von Verkehrsunternehmen, Wissenseinrichtungen und regionalen Behörden.

Der kommende Zeitraum steht im Zeichen der weiteren Ausarbeitung der Pilotprojekte und der Organisation gemeinsamer Treffen, darunter das High-Level-Seminar und das Partnertreffen später in diesem Jahr.

Mit den Fortschritten in Vechta als festem Fundament und der weiteren Entwicklung in Groningen und Helmond bleibt das FLEX-Projekt gut positioniert, um wertvolle Erkenntnisse für den Einsatz autonomer Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr zu liefern.

Ein fortschrittliches Teleoperations-Setup
Der Betriebshof von Schomaker Reisen in Vechta

Zweites Partnertreffen unterstreicht Zusammenarbeit und Abstimmung.

Das FLEX-Partnertreffen am 26. Februar 2026 war geprägt von einem starken Gefühl der Zusammenarbeit, gemeinsamen Zielen und einer zukunftsorientierten Energie.

In allen Sitzungen zeigten die Partner ein klares Engagement für die Weiterentwicklung des automatisierten Verkehrs in der Grenzregion und betonten gleichzeitig die Bedeutung des gemeinsamen Lernens und der koordinierten Entwicklung. Die Atmosphäre war konstruktiv und offen, wobei die Partner Aktualisierungen, Herausforderungen und Ambitionen in einer Weise austauschten, die die Reife und den wachsenden Zusammenhalt des Konsortiums unterstreicht.

Ein zentrales Thema während des Treffens war die Abstimmung – zwischen Pilotprojekten, Behörden, Forschungseinrichtungen und technischen Lieferanten. Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit, Zeitpläne, Erwartungen und Kommunikation aufeinander abzustimmen, insbesondere da verschiedene Arbeitspakete den Übergang von der Planung zur Ausführung vollziehen. Trotz der Komplexität des Projekts verliefen die Diskussionen ruhig und lösungsorientiert, wobei der Fokus darauf lag, wie sich die Partner in Bereichen wie Beschaffung, Datenbedarf, Integration in die öffentliche Verwaltung und digitale Simulation gegenseitig unterstützen können.

Ein weiteres starkes Element des Treffens war der gemeinsame Lernprozess. Die Partner verglichen Erfahrungen zwischen den Standorten, insbesondere in Bezug auf Beschaffungsstrategien, die Interaktion mit Zertifizierungsstellen und erste Forschungserkenntnisse. Dies vermittelte das Gefühl, dass jeder zu einer kollektiven Wissensbasis beiträgt und von dieser profitiert, die über die einzelnen Pilotprojekte hinausgeht.

Der Ton des Treffens war zudem pragmatisch und realistisch. Obwohl die Partner Begeisterung für die Chancen des automatisierten Verkehrs zeigten, äußerten sie sich ebenso offen über Risiken, Abhängigkeiten und Unsicherheiten. Die Gruppe ging diese Themen konstruktiv an, identifizierte Minderungsstrategien und bekräftigte die Bedeutung einer transparenten Koordination.

Schließlich vermittelte das Treffen ein Gefühl von Dynamik. Da mehrere Arbeitspakete entscheidende Phasen erreichen und die Kommunikationsbemühungen intensiviert werden, wirkte das Konsortium energiegeladener und besser aufeinander abgestimmt. Die Teilnehmer schlossen mit einem gemeinsamen Verständnis der Prioritäten und einem verstärkten Engagement ab, gemeinsam bedeutende Fortschritte zu erzielen.

Die Teilnehmer des 2. Partnertreffens
Die Partner arbeiten konzentriert

Bus für Teleoperation in Vechta inspiziert.

Am 25. Februar 2026 haben die FLEX-Partner Landkreis Vechta, V-Tron B.V. und PHWT (Private Hochschule für Wirtschaft und Technik) zusammen mit der Projektbegleitung von Bax Innovation in Vechta (D) den Bus der Schomaker Reisen GmbH inspiziert, der für die Teleoperation umgerüstet wird.

Neben der Inspektion waren alle Anwesenden eingeladen, auf dem abgeschlossenen Gelände des Busdepots eine Runde mit dem Bus zu fahren. Für die meisten Teilnehmer war es das erste Mal, dass sie einen Bus des öffentlichen Nahverkehrs steuern durften. Eine tolle Erfahrung!

FLEX reagiert auf die wachsende Nachfrage nach schnellen, zuverlässigen und erschwinglichen öffentlichen Verkehrsmitteln in den Niederlanden und Deutschland. Aufgrund steigender Kosten und eines Mangels an Fahrern verschwinden öffentliche Verkehrsverbindungen, insbesondere in Grenzregionen. Dies führt zu mehr Autoverkehr, CO₂-Emissionen und sozialer Isolation.

Automatisierter Verkehr (AV) bietet Perspektiven. FLEX demonstriert AV in Busdepots, auf Busspuren und öffentlichen Straßen in Groningen, Vechta und Helmond. Das Projekt arbeitet auch an der Integration in Konzessionen und WMO-Verkehr sowie an einem EU-Leitfaden für AV im grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr.

Das FLEX-Projekt bringt am 19. November Partner aus dem öffentlichen Nahverkehr zusammen.

Am Mittwoch, dem 19. November 2025, organisiert das FLEX-Projekt ein besonderes Online-Treffen, bei dem die Konsortiumsmitglieder – V-tron, Provinz Groningen, Gemeinde Helmond, Landkreis Vechta, PWHT und HAN – die 13 assoziierten Partner näher kennenlernen.

Diese Partner vertreten Nutzer, Behörden und Anbieter öffentlicher Verkehrsmittel und spielen eine entscheidende Rolle innerhalb von FLEX. Sie beraten, bewerten Meilensteine und nehmen bei Bedarf Anpassungen vor.

FLEX reagiert auf die wachsende Nachfrage nach schnellen, zuverlässigen und erschwinglichen öffentlichen Verkehrsmitteln in den Niederlanden und Deutschland. Aufgrund steigender Kosten und eines Mangels an Fahrern verschwinden öffentliche Verkehrsverbindungen, insbesondere in Grenzregionen. Dies führt zu mehr Autoverkehr, CO₂-Emissionen und sozialer Isolation.

Automatisierter Verkehr (AV) bietet Perspektiven. FLEX demonstriert AV in Busdepots, auf Busspuren und öffentlichen Straßen in Groningen, Vechta und Helmond. Das Projekt arbeitet auch an der Integration in Konzessionen und WMO-Verkehr sowie an einem EU-Leitfaden für AV im grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr.

Das Treffen am 19. November markiert einen wichtigen Schritt in der Zusammenarbeit aller beteiligten Parteien. Gemeinsam bauen sie an einem zukunftssicheren öffentlichen Nahverkehr im DE-NL-Programmgebiet.

FLEX-Telefonkonferenz – 23. Oktober 2025.

Am Donnerstag, dem 23. Oktober, fand die monatliche FLEX-Telefonkonferenz statt, bei der der Fortschritt des Projekts und neue Entwicklungen besprochen wurden.

Die Sitzung wurde mit einer Präsentation von Bax über aktuelle Innovationen außerhalb des FLEX-Projekts eröffnet, wobei der Schwerpunkt auf Automatisierung, Fernsteuerung, Governance, grenzüberschreitendem Verkehr und Nutzerakzeptanz lag.

Arbeitspaket-Updates

WP3 – Nutzerakzeptanz (PHWT):
PHWT stellte seinen Ansatz für die Literaturrecherche zur Nutzerakzeptanz automatisierter öffentlicher Verkehrsmittel vor. Die Partner sind eingeladen, bis Ende Oktober Feedback zu den vorgeschlagenen Indikatoren, Suchbegriffen und Quellen zu geben. Es wurde beschlossen, Erfahrungen mit Privatfahrzeugen wie Tesla und Roboter-Taxis nicht zu berücksichtigen.

WP4 – Digitale Replikation (HAN):
Die HAN gab einen Überblick über digitale Replikationswerkzeuge wie Carla. Es wurden vier mögliche Anwendungen identifiziert: Wirkungsanalyse mittels Digital Twin, virtuelle Prozessentwicklung, Analyse der Benutzererfahrung mittels Fahrsimulatoren und Einsatz zu Werbezwecken. Die HAN wird Einzelgespräche mit Pilotpartnern führen, um deren Präferenzen zu ermitteln.

WP5 – Pilotentwicklung:

  • Vechta: Besuch mit V-tron für den 18. November geplant.
  • Helmond: Organisiert am 29. Oktober ein Treffen mit Pilotpartnern.

Sitzung des Beirats

Sechs Organisationen haben ihre Teilnahme an der ersten Sitzung des Beirats am 19. November bestätigt.

Die Arbeitspakete von FLEX im Überblick
Kick-off FLEX: Aktives Treffen mit sehr viel Energie.

Am 18. September fand der offizielle Kick-off von FLEX statt, dem internationalen CCAM-Projekt mit einem starken Fokus auf automatisiertem öffentlichen Verkehr. Das Treffen brachte alle beteiligten Partner zusammen und markierte einen wichtigen ersten Schritt in Richtung gemeinsamer Durchführung.

Die Mitglieder des Konsortiums brachten viel Energie mit zum Meeting und kehrten – wenn möglich – mit noch mehr Energie zu ihren Organisationen zurück, um das Projekt auch in der Praxis zu starten.

Pro Arbeitspaket wurde der Fokus besprochen. Nachfolgend werden diese kurz dargestellt:

Fahrgastakzeptanz (WP3)
PHWT präsentierte einen ersten Ansatz, um Einblicke zu gewinnen, wie Reisende automatisiertes Verkehrsmittel erleben. Es wird an einer Übersicht relevanter Projekte und Literatur gearbeitet, mit Augenmerk auf Themen wie Sicherheit, Veränderungsbereitschaft, Zahlungsbereitschaft und Inklusion von Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Eine erste Excel-Übersicht wird in Kürze geteilt.

Wirkungsbewertung (WP4)
Die HAN betonte, wie wichtig es ist, klare Ziele für die digitalen Zwillinge zu definieren, die zur Simulation zukünftiger Szenarien verwendet werden. Diese virtuellen Modelle sollen dabei helfen, Hindernisse zu identifizieren, Personal zu schulen und Software zu testen. Eine Arbeitssitzung zu diesem Thema ist für das nächste Treffen geplant.

Pilots (WP5)
Drei Städte präsentierten ihre konkreten Pilotpläne:

  • Vechta: Test auf Privatgelände beim Schomaker Busdepot, mit physischer Inspektion durch V-tron im November.
  • Helmond: ein schrittweiser Ansatz über drei Jahre, von der Typgenehmigung bis zum vollständig autonomen Betrieb ohne Fahrer. Die Strecke ist 2,6 km lang und hat fünf Haltestellen.
  • Groningen: Einsatz eines autonomen Busses auf einer separaten Busspur beim Qbuzz-Depot. Es wurden bereits Erfahrungen mit einem Fahrzeug von Robotuner gesammelt.

Zusammenarbeit mit assoziierten Partnern

Am 19. November wird eine separate Sitzung organisiert, um diese Partner in das Projekt einzuführen. Jeder Arbeitspaketleiter wird seinen Ansatz erläutern. Es wurden bereits konkrete Kontaktpunkte pro Region benannt, wie RDW und Provinz Noord-Brabant für Helmond sowie Qbuzz und Hive Mobility für Groningen.

Nächste Schritte:

  • Entwicklung des Implementierungs- und Risikomanagementplans durch das Konsortium.
  • Erste Präsentation des Literaturreviews durch PHWT.
  • Arbeitssitzung über die virtuellen Zwillinge durch HAN.
Das Konsortium von Flex
Die Mitglieder des Konsortiums sind fleißig bei der Arbeit
Kick-off FLEX: Die Zukunft des grenzüberschreitenden ÖPNV beginnt in Helmond.

Am Donnerstag, den 18. September 2025, startet das Interreg Deutschland-Nederland Projekt FLEX mit einem inspirierenden Kick-off auf dem Automotive Campus in Helmond. Damit beginnt eine intensive Forschungsperiode von drei Jahren und sieben Monaten, in der sich FLEX für die Verbesserung des flexiblen, zugänglichen und bezahlbaren öffentlichen Personennahverkehrs in der deutsch-niederländischen Grenzregion einsetzt. Im Mittelpunkt steht die Integration von innovativen automatisierten Transportlösungen – wie Teleoperation und Connected, Cooperative and Automated Mobility (CCAM) – in bestehende ÖPNV-Dienste. Das Projekt will hiermit nicht nur die Mobilität in ländlichen Gebieten stärken, sondern auch zu einer nachhaltigeren, inklusiveren und grenzüberschreitenden Verkehrsinfrastruktur beitragen.

Im ersten Quartal 2025 reichte V-tron im Namen eines schlagkräftigen Konsortiums erfolgreich einen Antrag bei Interreg Deutschland-Nederland für das Projekt FLEX ein. Dieses Konsortium besteht aus sechs Kernpartnern: Provinz Groningen, Gemeinde Helmond, Landkreis Vechta, Private Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT), HAN University of Applied Sciences und V-tron BV. Sie werden von einem breiten Netzwerk von assoziierten Partnern unterstützt, darunter ÖPNV-Anbieter und ÖPNV-Nutzer, die die Diversität der Beteiligten widerspiegeln.

FLEX hat als Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden und Deutschland auf dem Gebiet des automatisierten Fahrens (AV) zu verstärken. Dies geschieht unter anderem über die Gründung einer internationalen Arbeitsgruppe, in der alle relevanten Stakeholder zusammenkommen, die Beseitigung von Hindernissen für AV und die Entwicklung eines praktischen Governance-Leitfadens, der auch in anderen europäischen Grenzregionen anwendbar ist.

Das Projekt nimmt in Form von Demonstrationen mit angepassten ÖPNV-Bussen in Groningen, Helmond und Vechta Gestalt an. Diese Busse operieren auf TRL-Niveau 7/8 und werden auf Busdepots, speziellen Busspuren und Landstraßen getestet. Die Zusammenarbeit zwischen den drei Städten wird außerdem zur Integration von AV in lokale Verwaltungsmodelle und zur Entwicklung von Europas erstem Leitfaden für AV-Verwaltungsmodelle führen.

Durch die Investition in einen effizienteren, zugänglicheren und nachhaltigeren öffentlichen Personennahverkehr trägt FLEX zu einer höheren Lebensqualität für die Bewohner ländlicher Gebiete bei. Das Projekt hilft, Verkehrsarmut zu bekämpfen, sozialökonomische Isolation zu vermeiden und die Mobilität und Konnektivität in der Grenzregion strukturell zu verbessern.

FLEX, Teleoperation schafft viele Chancen.

Am 19. Juni 2025 startete das Projekt FLEX mit einem ersten internen Treffen der Konsortialpartner.
Nach der Genehmigung im Mai war der offizielle Starttermin der 1. Juni 2025, und mit einer Laufzeit von drei Jahren und sieben Monaten wird es also am 31. Dezember 2028 enden.

Das Ziel von FLEX ist es, mit automatisiertem Verkehr (AV) auf die wachsende Nachfrage der Bürger nach einem nachhaltigeren, bezahlbareren, zugänglicheren und inklusiveren ÖPNV im deutsch-niederländischen Programmgebiet von Interreg Deutschland Nederland und der Grenzregion einzugehen.

FLEX wird aufzeigen, wie AV in Busdepots und First-Last-Mile-Lösungen die Kosten senken und den Druck auf die Fahrer verringern kann, wodurch zusätzliche und flexiblere ÖPNV eingesetzt werden können, um die Verkehrsarmut zu verringern.
Darüber hinaus untersucht FLEX, wie AV in die Verwaltungsmodelle von Verkehrsbehörden integriert werden kann, um AV in größerem Umfang in den ÖPNV einzuführen.
Mit diesen Lösungen will FLEX ein Beispiel für alle Grenzregionen in der EU sein.

Aus einer Vorstudie geht hervor, dass der Einsatz von AV allein in den niederländischen Busdepots ein potenzielles Einsparpotenzial von rund 61 Mio. € haben kann.
Denkbar ist hierbei der mögliche zusätzliche Einsatz von Beförderungskapazität in ländlichen Gebieten, um damit die Verkehrsarmut zu verringern. FLEX wird die eintönige Arbeit der Fahrer auf den Busdepots – Abholen und Abstellen von Bussen, Fahrt durch die Waschanlage, Verschieben von Bussen zum elektrischen Laden – auf Teleoperatoren und Algorithmen übertragen.

Die Konsortialpartner innerhalb des Projekts FLEX sind:

  • V-tron BV – Federführer
  • Provinz Groningen
  • Landkreis Vechta
  • Gemeinde Helmond
  • Private Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT)
  • Hogeschool van Arnhem en Nijmegen (HAN)

Assoziierte Partner werden u. a. sein: RDW, Qbuzz, Wilmering Gruppe, Schomaker Reisen, Deutsche Bahn, Der BDO, Arriva, Provinz Noord-Brabant, PRO BAHN, Rover, DOVA und Future Mobility Partnership e.V.

FLEX ist ein Interreg VI-Projekt, das von der Europäischen Union im Rahmen des Programms INTERREG Deutschland-Niederlande, der Niedersächsischen Staatskanzlei, der Provinz Gelderland, der Provinz Nordbrabant und der Provinz Groningen kofinanziert wird. Das Projekt hat ein Budget von 2.130.465,68 € und eine Laufzeit von Juni 2025 bis Dezember 2028.